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Mit Achtsamkeit im Team Motivation und Kreativität schaffen

2018-09-16T11:14:56+02:00Categories: Lösungen, Teamplayer|

Die sechs Mitglieder des Projektteams tagen. Es geht um die Gestaltung des neuen Bereichs. Wir wollen zusammen die Aufgaben beschreiben und vereinbaren, wie wir die Mitarbeiter im Veränderungsprozess einbinden werden. Und jetzt holt der eine sein Smartphone heraus und tippt darauf herum. Wie soll so eine gemeinsame kreative Arbeitsatmosphäre oder Team Motivation entstehen?

Zuhören schafft einen Denkraum und fördert Kreativität

Ich arbeite gerne im Team. Mir gefällt es, wenn aus verschiedenen Ansichten etwas Neues entsteht. Dass ein Team ein gemeinsames Ziel benötigt, ist bekannt. Damit Team Motivation und eine kreative Arbeitsatmosphäre entstehen, braucht es aber noch mehr. Jeder muss etwas beitragen können. Alle Meinungen müssen wertvoll sein.

Am einfachsten und am deutlichsten kann man dem anderen signalisieren, wie wichtig seine Meinung ist, wenn man aufmerksam zuhört. Nachfragen und verstehen, anstatt gleich mit seiner eigenen Meinung zu reagieren. In den letzten Jahren haben sich viele verschiedene Theoretiker und Praktiker mit der Frage beschäftigt, wie man komplexe Probleme am besten in Teams lösen kann. Und das deckt sich mit meiner Erfahrung.

Thinking Environment heißt die Methode von Nancy Kline, die eine achtsame, aufmerksame Kultur des Hinhörens als Rahmen setzt. Nancy Kline entwickelte ihre Vorgehensweise aus ihrer eigenen Erfahrung und Beobachtung. Sie legt einen großen Wert darauf, dass die Zuhörer den Redner aufmerksam und freundlich anschauen. Ich hatte mal die Gelegenheit, das in einem Workshop auszuprobieren. Es wirkt sehr direkt und angenehm. Der Redner fühlt sich bedeutsam, ernst genommen.

Von der wissenschaftlichen Seite kommend, setzt Otto Scharmer in der Theorie U eine ähnliche Haltung voraus. Otto Scharmer ist ein Wissenschaftler am MIT. Seine Theorie U ist ein wichtiger Ansatz, um komplexe Probleme zu lösen. Ein wichtiges Element seiner Theorie ist “Presencing”, so nennt er eine besondere schöpferische Form zuzuhören. Es geht im dabei darum, mit großer Offenheit und Empathie den Argumenten der anderen zu folgen. So kann man den anderen wirklich verstehen und mit seinen eigenen Gedanken etwas neues Schaffen.

Mit einfachen Regeln einen kreativen Teamgeist fördern

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man keine Schulung braucht, um einen offenen Denkraum zu schaffen und um die Team Motivation zu erhöhen. Es reichen ein paar einfache Grundregeln. Die erste Regel ist, Smartphones, Tablets und Laptops zu verbannen. Die Aufmerksamkeit soll ungeteilt den Kollegen im Team gehören. Alles andere sollte in den Pausen bearbeitet werden.

Die zweite Grundregel ist, den anderen nicht zu unterbrechen. Gut zuhören und mit dem eigenen Beitrag auf den vorhergehenden Beitrag aufbauen. Durchaus floskelhaft mit “Ja genau und…” antworten. Probieren Sie es einfach mal aus. Es ist faszinierend zu beobachten, wie gut es hilft. Eine sehr schöne Erinnerung als Poster dazu gibt es bei www.ideaboosters.net.

In vielen Unternehmen habe ich beobachtet, dass Menschen ausschweifend reden. So viel reden, dass die anderen nicht mehr zu Wort kommen – oder die Lust verlieren. In solchen Situationen hilft es, einen Moderator zu haben, der eine dritte Grundregel umsetzt. Redezeit gleich verteilt. Vielleicht sogar die Redezeit für alle auf 3 oder 5 Minuten beschränken.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung, mit denen Teamarbeit sehr viel mehr Spaß macht und wirksamer wird. Weil Teamarbeit so wichtig ist, gehört die Verbesserung der Teams auch zu meinen Themen. Dabei beobachte ich zuerst wie das Team arbeitet und führe dann ganz pragmatische, wirksame und passende Ansätze in das Team ein.

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