Im Raum war es still.

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Ein Team aus drei Subteams arbeitet nicht gut zusammen. Insbesondere die beiden operativen Gruppen unterstützen einander kaum. 14 Teilnehmende sprechen in einem offenen Dialog erstmals intensiv über die Probleme.

Danach ist es still. Nicht die produktive Stille eines guten Denkprozesses. Eher die Erschöpfung nach einem Gespräch, das viel gekostet hat.

Ich hätte jetzt nach Lösungen fragen können. Stattdessen ließ ich die Stille stehen.

Ich spiegelte der Gruppe, was gerade passiert war: Sie hatten das Problem endlich offen ausgesprochen. Sie hatten ein schwieriges, emotionales Gespräch konstruktiv geführt. Und sie durften jetzt erschöpft sein.

Einige Minuten geschah nichts.

Dann begann sich etwas zu verändern. Eine Frage. Eine erste Idee. Andere griffen sie auf. Das Gespräch wurde wieder lebendig. Schließlich wurde sogar gelacht.

Das Problem war nicht verschwunden. Aber die Menschen konnten wieder denken – und handeln.

Der entscheidende Moment ist oft nicht die Lösung.

Manchmal ist es der Moment, in dem ein Problem nicht länger umgangen wird. In dem ausgesprochen wird, was alle längst spüren. In dem Erschöpfung anerkannt oder ein Konflikt tatsächlich geklärt wird.

Erst dann entsteht wieder Raum für Klarheit, Entscheidung und gemeinsames Handeln.

MICH BESCHÄFTIGT SEIT VIELEN JAHREN EINE FRAGE:

Wie schaffen Menschen es, gemeinsam auch unter Unsicherheit wirksam zu werden?

Klar denken. Menschlich führen. Gemeinsam wirksam werden.

Ich begleite Führungskräfte und Führungsteams, wenn Veränderung, Konflikte oder Unsicherheit die Zusammenarbeit und Entscheidungen erschweren.

Klarheit

Was ist hier eigentlich los – und was ist jetzt wirklich wichtig?

Zuversicht

Wir haben genug, um weiterzugehen. Nicht perfekt, aber gemeinsam.

Nächster Schritt

Was können wir jetzt entscheiden, ausprobieren oder vereinbaren?

Vielleicht erkennen Sie Ihre Situation wieder.

Wenn Zusammenarbeit feststeckt
Alle kennen das Problem und trotzdem bewegt sich nichts.

Wenn Orientierung fehlt
Viele Optionen, viele Interessen, aber kein gemeinsames Bild davon, was jetzt zählt.

Wenn eine Entscheidung nicht länger warten kann
Es gibt keine vollständige Sicherheit. Trotzdem muss jemand Verantwortung übernehmen.

Wenn Veränderung Widerstand auslöst
Die Richtung ist vielleicht klar, aber Menschen sind noch nicht bereit oder Rollen bleiben unklar.

Mehrere Personen in einer intensiven Gesprächssituation.
Drei Personen besprechen gemeinsam Notizen an einem Tisch.

Analytisch klar. Menschlich aufmerksam.

Als promovierter Physiker habe ich gelernt, komplexe Situationen zu analysieren, Muster zu erkennen und Annahmen zu prüfen.

Als Führungskraft habe ich gelernt: Menschen sind keine Gleichungen.

Seit rund 30 Jahren führe ich Menschen durch Veränderung, Konflikte und Situationen, in denen es keine vollständige Sicherheit gibt. Dabei habe ich erfahren, wie viel Klarheit Strukturen und gute Analyse schaffen können – und wie wenig sie nützen, wenn Menschen sich nicht gehört fühlen, Rollen ungeklärt bleiben oder Vertrauen fehlt.

Heute verbinde ich beides: genau hinschauen und wirklich zuhören. Strukturen verstehen und Beziehungen ernst nehmen. Widersprüche benennen und trotzdem Raum für die Antworten anderer lassen.

Ich komme nicht mit der fertigen Lösung in den Raum.

Ich höre zu, analysiere Muster und Strukturen, spreche Beobachtungen klar aus und halte Widerspruch aus. Gemeinsam prüfen wir, was tatsächlich das Problem ist, welche Perspektiven fehlen und wo wieder Handlungsspielraum entsteht.

Aber ich komme auch nicht nur mit Fragen.

  1. Verstehen, was wirklich los ist.
  2. Perspektiven, Rollen und Handlungsmöglichkeiten klären.
  3. Den nächsten sinnvollen Schritt entscheiden oder vereinbaren.
Portrait von Dr. Eric Heinen-Konschak in entspannter Sitzhaltung.

Führung habe ich vor allem durch Führung gelernt.

Ich kenne schwierige Führungssituationen nicht nur aus Workshops. Rund 30 Jahre habe ich selbst geführt – bei Lufthansa und GIZ, in Reorganisationen, Krisen, Digitalisierung und internationaler Zusammenarbeit.

Ich verantwortete ein globales Programm mit rund 200 Mitarbeitenden in über 30 Ländern und mit drei Führungsebenen. Zuvor führte ich die IT der GIZ mit rund 120 Mitarbeitenden und 23 Mio. Euro Budgetverantwortung.

Ich habe Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen, Verantwortung delegiert, Konflikte ausgehalten, Veränderung erklärt – und eigene Entscheidungen korrigiert. Systemisches Coaching, Effectuation, Dialog und Achtsamkeit haben meine Sicht später erweitert. Die Erfahrung aus realer Verantwortung bleibt der Boden meiner Arbeit.

30 Jahre Führung * rund 200 Mitarbeitende * 3 Führungsebenen * international * Lufthansa und GIZ

AUSGEWÄHLTE ERFAHRUNGEN

Wenn es schwierig wird

Unterschiedliche Organisationen. Unterschiedliche Herausforderungen. Gemeinsam war ihnen: Es musste etwas geklärt, entschieden oder wieder miteinander möglich gemacht werden.

Staatskanzlei Rheinland-Pfalz * Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V.

Wenn Zusammenarbeit auf Führungsebene feststeckt

Missverständnisse, unklare Rollen und belastete Kommunikation hatten die Zusammenarbeit erschwert. In einer eintägigen Klausur entstand Raum, die unterschiedlichen Perspektiven offen anzusprechen und besser zu verstehen. Aus dem gemeinsamen Ziel wurden konkrete Vereinbarungen: besser vorbereitete Abstimmung der Teams, neue Formate zwischen den Führungsebenen und mehr Raum für persönlichen Austausch.


„Die gemeinsam erarbeiteten Lösungen konnten von uns direkt im Anschluss gut umgesetzt werden und zeigen sich bereits in spürbaren Verbesserungen der Zusammenarbeit im Team.“

Layla Engeln – Geschäftsführerin Partnerschaftsverein

LAKS Hessen e.V.

Wenn Interessen hart aufeinanderprallen

Sinkende Landesmittel, sehr unterschiedlich große soziokulturelle Zentren und die Frage, wie knapper werdende Mittel fair verteilt werden können: Die Ausgangslage war konfliktgeladen. In mehreren moderierten Treffen wurden Differenzen offen, klar und respektvoll bearbeitet. Auch eine sehr konfrontative Situation im Workshop wurde im Raum geklärt, statt umgangen. Danach war wieder gemeinsames Zuhören möglich – und am Ende stand ein Konsens, den alle Beteiligten mittragen konnten.


„… so dass wir in der Lage waren, bestehende Differenzen zu überwinden und einen gemeinsamen Konsens zu finden. Die Teilnehmer bekamen das Gefühl der persönlichen Wertschätzung vermittelt …“

Jan Siebert – Verantwortlicher der Arbeitsgruppe LAKS Hessen e.V.

Stadtkirche Heidelberg · Rhein-Neckar

Wenn eine schwierige Entscheidung gemeinsam getragen werden muss

Kostendruck machte Entscheidungen über Kirchen und Pfarrhäuser notwendig – Entscheidungen, die weit über Sachfragen hinausgehen. Rund 40 hauptamtlich und ehrenamtlich Verantwortliche entwickelten in einem eintägigen Workshop gemeinsam die Kriterien für den weiteren Entscheidungsprozess. Die unterschiedlichen Vorschläge wurden zusammengeführt, diskutiert und gemeinsam priorisiert. Am Ende stand eine Kriterienbasis mit sehr hoher Zustimmung.


Gemeinsame Kriterien · hohe Zustimmung · Fortsetzung des Prozesses

FORTHEM European University Alliance

Gemeinsam planen – über neun Universitäten hinweg

Zweitägiger virtueller Strategie- und Planungsworkshop in englischer Sprache mit Vertreter:innen und IT-Entscheider:innen aus neun europäischen Universitäten. Ziel war, anspruchsvolle inhaltliche Fragen zur nächsten Förderphase zu bearbeiten und unterschiedliche Perspektiven in eine gemeinsame Planung zu bringen.


„Insgesamt war der Workshop erfolgreich und hat definitiv seine anspruchsvollen inhaltlichen Ziele erreicht. Danke noch mal für die tolle Zusammenarbeit!“

Dr. Elisabeth Klein – Projektleiterin FORTHEM Universität Mainz

ESSLab+ · European University of Technology

Aus Kennenlernen wird Zusammenarbeit

Forschende verschiedener europäischer Hochschulen sollten sich nicht nur kennenlernen, sondern möglichst schnell erste Forschungskollaborationen entwickeln. Effectuation brachte die Gruppe unmittelbar ins gemeinsame Handeln; persönliche Übungen und Elemente aus dem Improvisationstheater schufen Offenheit und Leichtigkeit. Aus dem Austausch entstanden konkrete Ideen, die anschließend weiterverfolgt wurden.


„Alle Teilnehmer:innen waren begeistert von seiner Anleitung und dem gewählten Format.“

Prof. Dr. Bastian Wibranek – Hochschule Darmstadt

Gedanken, Geschichten und Fragen.

Über Führung in Veränderung, Zusammenarbeit, Entscheidungen unter Unsicherheit – und über die kleinen Momente, in denen sich plötzlich wieder etwas bewegt.

Lizenzfreie Stockfotonummer: 740641666

SELBSTFÜHRUNG · ZUSAMMENARBEIT

Warum mir wichtig war, dass meine Söhne Reifen wechseln können – und was das mit Führung zu tun hat

Was hat ein Reifenwechsel in Apulien mit Führung zu tun? Vor allem mit einer Erfahrung: Ich kann etwas tun – und mein Handeln macht einen Unterschied.

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Dr. Eric Heinen-Konschak im Gespräch mit einer Kollegin im Freien.

Vielleicht beginnt alles mit einem guten Gespräch.